Module aufs Dach, Wechselrichter in den Keller, neuer Zähler in den Schrank: Diese Arbeit steht in Tholey und Umgebung regelmäßig an. Allein 2025 kamen in Tholey 100 kleine Dachanlagen hinzu. Seit Januar 2025 kamen auf 1.000 Einwohner 30 Anlagen hinzu – mehr als in der Hälfte der Gemeinden (Bund: 19). Wer hier ein Gerüst stellt, ist selten der Erste in der Straße. 13.157 Einwohner, viele Dächer, kein Standardfall: Der Monteur plant für jedes Haus in Tholey Belegung, Leitungsweg und Gerüst neu. Wer bestimmt übers Dach? Meist der Eigentümer. In Tholey bewohnen die Eigentümer 78 % der Wohnungen selbst (Zensus 2022) – deutlich mehr als bundesweit (44 %). Sonne gibt es genug: 1.120 kWh je Quadratmeter erreichen Tholey im Jahresmittel – leicht über der Mitte aller Orte (Median: 1.088 kWh/m²).
Ein Süddach macht daraus rechnerisch etwa 1.060 kWh pro kWp. Zusammen leisten alle Solaranlagen in Tholey 46,1 Megawatt; 1.205 davon sind Anlagen bis 30 kWp auf Gebäuden. Einen Batteriespeicher meldet in Tholey nur ein Teil der Betreiber: 35 % der kleinen Dachanlagen, klar unter Bundesniveau (47 %). Papierkram gehört dazu. Das Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert die fertige Anlage; ohne Eintrag ins Marktstammdatenregister gibt es keine Einspeisevergütung. Der Preis entsteht erst nach der Besichtigung. Als Richtwert für Tholey nennen wir 11.600 bis 16.500 € für 10 kWp ohne Speicher, inklusive Gerüst, Montage und Netzanmeldung. Angebote kommen von Betrieben rund um Marpingen.

Dachform, Ausrichtung, Fläche, Stromverbrauch – grob geschätzt reicht. Genau aufgemessen wird bei der Besichtigung in Tholey.
Sie bekommen einen Bestätigungslink. Erst nach dem Klick geht die Anfrage an höchstens drei Solarfachbetriebe.
Die Betriebe melden sich, schauen Dach und Zählerschrank an und legen ein schriftliches Angebot vor. Den Auftrag vergeben Sie, wenn alles passt.
PLZ 66636, Landkreis Sankt Wendel, Saarland. Die Karte zeigt Tholey und die nächsten Orte; Ihre Anfrage geht an Betriebe, die diese Gegend bedienen.
Wer macht was, und wann? Gehen Sie den Ablauf Etappe für Etappe durch – so, wie ihn ein Solarfachbetrieb mit Ihnen abarbeitet. Fristen und Pflichten stehen nur dort, wo das Gesetz sie vorgibt.
Etappen im Überblick
Der Betrieb ruft an, Sie machen einen Termin aus. Vor Ort prüft er Dachfläche, Dachstuhl, Eindeckung und Zählerschrank und fragt nach Ihrem Verbrauch. Legen Sie die letzte Stromabrechnung bereit und fragen Sie nach Referenzen aus der Gegend.
Belegungsplan, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Kabelweg: Daraus entsteht das schriftliche Angebot. Es sollte Anfahrt, Gerüst oder Absturzsicherung, Montage samt Kleinmaterial, Dokumentation, Inbetriebnahme sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister enthalten. Sie vergleichen und vergeben den Auftrag – Vorschüsse für noch nicht erbrachte Leistungen zahlen Sie besser nicht.
Frist / Pflicht: Mit KfW-Kredit 270: Antrag über die Bank vor Beginn des Vorhabens.
Als Errichter meldet der Fachbetrieb die geplante Anlage beim örtlichen Netzbetreiber an, über dessen Webportal. Wer allen Strom einspeisen will (Volleinspeisung), teilt das vor der Inbetriebnahme in Textform mit. Gebaut wird am besten erst, wenn die Bestätigung des Netzbetreibers vorliegt.
Frist / Pflicht: Bis 30 kW: Prüfergebnis, Zeitplan und Kostenvoranschlag spätestens einen Monat nach der Anfrage (§ 8 EEG, Stand: Oktober 2026).
Gerüst stellen, Ziegel anheben, Dachhaken auf die Sparren schrauben, Montageschienen ausrichten, Module einlegen und klemmen. Die DC-Kabel laufen gebündelt ins Haus. Auf dem Flachdach trägt eine Aufständerung mit Ballast die Module.
Wechselrichter setzen, Leitungen auflegen, Schutztechnik im Zählerschrank einbauen. Reicht der alte Zählerschrank nicht, wird er umgebaut – das gehört ins Angebot und kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten.
Frist / Pflicht: Anschließen darf außer dem Netzbetreiber nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).
Der Messstellenbetreiber setzt den passenden Zähler. Der Fachbetrieb nimmt die Anlage in Betrieb, misst nach und hält alles im Inbetriebnahmeprotokoll fest.
Frist / Pflicht: Über 7 kWp ist ein intelligentes Messsystem Pflicht. Bis es mit Steuerungseinrichtung eingebaut und getestet ist, speist die Anlage höchstens 60 % ihrer Leistung ein.
Anlage und Speicher kommen ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Verantwortlich sind Sie als Betreiber; viele Fachbetriebe tragen im Auftrag ein. Der Eintrag ist Voraussetzung für die Einspeisevergütung.
Frist / Pflicht: Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme, der Speicher als eigene Einheit (§ 5 MaStRV). Ohne Eintrag: 10 € je kW und Monat an den Netzbetreiber, nachgeholt rückwirkend 2 € (§ 52 EEG).
So zählen wir: alle Solaranlagen in Betrieb, deren Inbetriebnahme zwischen dem 1. Januar 2025 und dem Stichtag liegt, je Gemeinde aus dem Gesamtdatenexport des Registers, geteilt durch die Einwohner laut Zensus 2022. Fehlen Gemeindedaten, zählt der Landkreis. Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), Stichtag 01.10.2026; Einwohner: Zensus 2022; eigene Auswertung
Angebot für Ihre Montage anfragen

Planung, Gerüst, Montage, Anschluss, Anmeldung: Ein Fachbetrieb liefert die fertige Anlage mit rund 10 kWp.
Ablauf und KostenModule auf Schienen über Ziegel, Biberschwanz oder Blech: die Aufdach-Montage auf Sattel-, Walm- und Pultdach.
Ablauf und KostenAufständerung mit Ballast oder Verankerung, nach Süden oder Ost-West: Module auf dem flachen Dach des Wohnhauses.
Ablauf und KostenModule ersetzen auf dem geneigten Dach einen Teil der Ziegel und bilden selbst die wasserführende Schicht – flächenbündig im Dach.
Ablauf und KostenSchlüsselfertige Anlage mit rund 10 kWp ohne Speicher: Module, Wechselrichter, Gerüst, Montage, Inbetriebnahme und Netzanmeldung, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Die übrigen Montagearten stehen in der Tabelle.
| Montageart | Richtwert Tholey | bundesweiter Ausgangswert |
|---|---|---|
| PV-Komplettinstallation | 11.600–16.500 € | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Schrägdach | 11.900–16.200 € | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Flachdach | 11.600–16.200 € | 12.000–16.000 € |
| Indach-Photovoltaik | 13.100–19.800 € | 13.200–19.200 € |
Preise berechnet am
Nötig ist er nicht. Ohne Batterie nutzen Haushalte meist 20 bis 40 Prozent ihres Solarstroms selbst; mit Batterie lässt sich bis zu rund 70 Prozent des eigenen Bedarfs decken. In Tholey ist bei 35 % der kleinen Dachanlagen ein Speicher gemeldet – klar unter Bundesniveau (47 %).
Rechnerisch rund 1.060 kWh je kWp und Jahr bei Südausrichtung, eine 10-kWp-Anlage also etwa 10.600 kWh. Grundlage ist die Globalstrahlung des Deutschen Wetterdienstes am Ort, Mittel 1991–2020, abzüglich üblicher Verluste. Ost- und Westdächer liefern rund ein Fünftel weniger; Schatten von Gauben, Bäumen oder Nachbarhäusern mindert den Wert zusätzlich.
Nicht der Solarteur. Über 7 kWp ist ein intelligentes Messsystem Pflicht; eingebaut wird es vom Messstellenbetreiber. Bis 15 kWp darf er dafür höchstens 50 Euro brutto im Jahr berechnen, für die Steuerungseinrichtung höchstens weitere 50 Euro (Stand: Oktober 2026).
Das klärt der Fachbetrieb bei der Besichtigung. Ältere Zählerschränke müssen für eine Solaranlage manchmal umgebaut werden; das kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten und ist in unseren Richtwerten nicht enthalten. Steht dazu nichts im Angebot, fragen Sie ausdrücklich nach.
Seit dem 25. Februar 2025 dürfen neue Anlagen höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen, bis ein intelligentes Messsystem samt Steuerungseinrichtung eingebaut und erfolgreich getestet ist. Was Sie selbst verbrauchen oder einspeichern, zählt dabei nicht mit. Die Begrenzung entfällt, sobald der Netzbetreiber den erfolgreichen Test bestätigt hat.
„Solarteur“ bezeichnet eine Weiterbildung in Solartechnik, etwa für Elektro- oder SHK-Handwerker; einige Handwerkskammern bieten außerdem die Fortbildung „Fachkraft für Solartechnik“ an. Als „Solarteur®“ ist der Name einer solchen Weiterbildung geschützt. Für den Netzanschluss entscheidend ist die Eintragung im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers.
Ein paar Angaben, eine Bestätigung per E-Mail – dann melden sich bis zu drei Solarfachbetriebe aus der Gegend um Tholey.
Bis zu 3 Angebote holenPlanung · Montage · Inbetriebnahme – angefragt mit einem Formular
Eine Anfrage, bis zu drei Angebote: Fachbetriebe aus der Gegend um Tholey und Marpingen sehen sich Ihr Dach an und nennen einen Preis für die komplette Montage.