Bei der Indach-Montage liegen die Module nicht über der Eindeckung, sondern in ihr. Wo sonst Ziegel liegen, sitzen Module in einem Montagesystem mit Profilen und Anschlussblechen; zusammen bilden sie die wasserführende Schicht. Das geht nur auf geneigten Dächern. Das Ergebnis ist ein flächenbündiges Dach ohne aufgesetzte Gestelle.
Sinnvoll ist das vor allem, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird – beim Neubau oder bei einer geplanten Dachsanierung. Dann entfallen auf der Modulfläche die Ziegel, und Dach- und Solararbeiten laufen in einem Zug. Auf einem Dach in gutem Zustand ist die Aufdach-Montage in der Regel die wirtschaftlichere Wahl.
Auf der Baustelle greifen hier zwei Gewerke eng ineinander; der ADAC spricht von Dachdecker- und Elektro-Know-how, das gefragt ist. Wer deckt, schließt die Anschlüsse an Ziegel, First und Ortgang; wer die Elektrik macht, verlegt DC-Leitungen und setzt den Wechselrichter. Das Fraunhofer ISE mahnt gerade bei dachintegrierten Systemen zu besonderer Sorgfalt, weil Zellen und Kabel nah an brennbaren Materialien liegen. Fragen Sie, wer die Dichtheit verantwortet.
Laut ADAC ist eine Indach-Anlage meist 10 bis 20 Prozent teurer als eine Aufdach-Anlage. Auf unseren Ausgangswert für rund 10 kWp aufgeschlagen (12.000 bis 16.000 Euro) ergibt das rechnerisch 13.200 bis 19.200 €, 0 % Mehrwertsteuer (Stand: Oktober 2026). Die eingesparten Ziegel sollten im Angebot auftauchen; eine Neueindeckung der übrigen Dachfläche ist nicht enthalten.
Beim Ertrag gilt: Ausrichtung, Neigung und Schatten entscheiden. Weil die Module in der Dachfläche liegen, sind sie schlechter hinterlüftet; laut ADAC kann das bis zu 5 Prozent Ertrag kosten, vor allem bei großer Hitze. Fragen Sie, mit welchem Jahresertrag der Betrieb rechnet. Netzanfrage, Anschluss, Inbetriebnahme und Registereintrag laufen wie bei jeder Dachanlage.
Für den Zeitplan heißt das: Während der Montage ist das Dach offen, Dachdecker und Solarteur müssen ihre Termine eng abstimmen. Beim Neubau gehört die Anlage deshalb gleich in die Dachplanung, bei einer Sanierung in den Auftrag für die neue Eindeckung. Lassen Sie sich einen gemeinsamen Ablaufplan geben – mit klaren Zuständigkeiten für Dachhaut, Elektrik und Anmeldung. Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme müssen Anlage und Speicher – jeweils als eigene Einheit – im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stehen. Die Pflicht trifft Sie als Betreiber; viele Fachbetriebe erledigen den Eintrag in Ihrem Auftrag.

Bundesweiter Ausgangswert für rund 10 kWp, Montage inklusive, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Die Ortsseiten passen ihn an Bundesland und Bebauung an.
| Montageart | bundesweiter Ausgangswert |
|---|---|
| PV-Komplettinstallation | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Schrägdach | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Flachdach | 12.000–16.000 € |
| Indach-Photovoltaik | 13.200–19.200 € |
Preise berechnet am

Jede Montageart folgt denselben sieben Etappen – mit einer Besonderheit, die der Hinweis unten erklärt.
Etappen im Überblick
Der Betrieb ruft an, Sie machen einen Termin aus. Vor Ort prüft er Dachfläche, Dachstuhl, Eindeckung und Zählerschrank und fragt nach Ihrem Verbrauch. Legen Sie die letzte Stromabrechnung bereit und fragen Sie nach Referenzen aus der Gegend.
Belegungsplan, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Kabelweg: Daraus entsteht das schriftliche Angebot. Es sollte Anfahrt, Gerüst oder Absturzsicherung, Montage samt Kleinmaterial, Dokumentation, Inbetriebnahme sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister enthalten. Sie vergleichen und vergeben den Auftrag – Vorschüsse für noch nicht erbrachte Leistungen zahlen Sie besser nicht.
Frist / Pflicht: Mit KfW-Kredit 270: Antrag über die Bank vor Beginn des Vorhabens.
Als Errichter meldet der Fachbetrieb die geplante Anlage beim örtlichen Netzbetreiber an, über dessen Webportal. Wer allen Strom einspeisen will (Volleinspeisung), teilt das vor der Inbetriebnahme in Textform mit. Gebaut wird am besten erst, wenn die Bestätigung des Netzbetreibers vorliegt.
Frist / Pflicht: Bis 30 kW: Prüfergebnis, Zeitplan und Kostenvoranschlag spätestens einen Monat nach der Anfrage (§ 8 EEG, Stand: Oktober 2026).
Gerüst stellen, Ziegel anheben, Dachhaken auf die Sparren schrauben, Montageschienen ausrichten, Module einlegen und klemmen. Die DC-Kabel laufen gebündelt ins Haus. Auf dem Flachdach trägt eine Aufständerung mit Ballast die Module.
Wechselrichter setzen, Leitungen auflegen, Schutztechnik im Zählerschrank einbauen. Reicht der alte Zählerschrank nicht, wird er umgebaut – das gehört ins Angebot und kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten.
Frist / Pflicht: Anschließen darf außer dem Netzbetreiber nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).
Der Messstellenbetreiber setzt den passenden Zähler. Der Fachbetrieb nimmt die Anlage in Betrieb, misst nach und hält alles im Inbetriebnahmeprotokoll fest.
Frist / Pflicht: Über 7 kWp ist ein intelligentes Messsystem Pflicht. Bis es mit Steuerungseinrichtung eingebaut und getestet ist, speist die Anlage höchstens 60 % ihrer Leistung ein.
Anlage und Speicher kommen ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Verantwortlich sind Sie als Betreiber; viele Fachbetriebe tragen im Auftrag ein. Der Eintrag ist Voraussetzung für die Einspeisevergütung.
Frist / Pflicht: Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme, der Speicher als eigene Einheit (§ 5 MaStRV). Ohne Eintrag: 10 € je kW und Monat an den Netzbetreiber, nachgeholt rückwirkend 2 € (§ 52 EEG).
So zählen wir: alle Solaranlagen in Betrieb, deren Inbetriebnahme zwischen dem 1. Januar 2025 und dem Stichtag liegt, je Gemeinde aus dem Gesamtdatenexport des Registers, geteilt durch die Einwohner laut Zensus 2022. Fehlen Gemeindedaten, zählt der Landkreis. Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), Stichtag 01.10.2026; Einwohner: Zensus 2022; eigene Auswertung
Angebot für Ihre Montage anfragenDachform, Ausrichtung, Fläche, Stromverbrauch – grob geschätzt reicht. Genau aufgemessen wird bei der Besichtigung in Ihrer Region.
Sie bekommen einen Bestätigungslink. Erst nach dem Klick geht die Anfrage an höchstens drei Solarfachbetriebe.
Die Betriebe melden sich, schauen Dach und Zählerschrank an und legen ein schriftliches Angebot vor. Den Auftrag vergeben Sie, wenn alles passt.
Laut ADAC meist 10 bis 20 Prozent mehr als eine Aufdach-Anlage. Mit unserem Ausgangswert für rund 10 kWp gerechnet sind das ca. 13.200 bis 19.200 Euro, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Den verbindlichen Preis nennt das Angebot nach der Besichtigung.
Möglich ja, aber dafür muss ein Teil der intakten Eindeckung weichen. Meist kommt Indach deshalb beim Neubau oder bei einer ohnehin geplanten Dachsanierung infrage; auf einem guten Dach ist die Aufdach-Montage in der Regel wirtschaftlicher.
Gefragt ist Dachdecker- und Elektro-Know-how (ADAC): ein Betrieb, der beides kann, oder zwei Betriebe, die eng zusammenarbeiten. Ans Stromnetz anschließen darf die Anlage außer dem Netzbetreiber nur ein Installationsbetrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV). Klären Sie vorab, wer für die Dichtheit einsteht.
Das Montagesystem ist dafür gebaut, mit Profilen und Anschlussblechen an Ziegel, First und Ortgang die wasserführende Schicht zu bilden. Entscheidend ist die saubere Ausführung; lassen Sie sich die Bedingungen für Gewährleistung und Garantie schriftlich geben.
Etwas: Laut ADAC kann die schlechtere Hinterlüftung bis zu 5 Prozent Ertrag kosten, vor allem bei großer Hitze. Ausrichtung und Neigung bleiben die wichtigsten Faktoren.
Für die Photovoltaikanlage auf einem Wohnhaus bis 30 kWp nicht: Module, Wechselrichter und Montage sind mit 0 % belegt (§ 12 Abs. 3 UStG, Stand: Oktober 2026). Ob einzelne Dachdeckerarbeiten darunterfallen, klären Sie im Zweifel mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.
Ein paar Angaben, eine Bestätigung per E-Mail – dann melden sich bis zu drei Solarfachbetriebe aus der Gegend um Ihrer Region.
Bis zu 3 Angebote holenflächenbündig · Dach und Solar in einem Zug · Neubau oder Neueindeckung
Module ersetzen auf dem geneigten Dach einen Teil der Ziegel und bilden selbst die wasserführende Schicht – flächenbündig im Dach.