Schlüsselfertig heißt: Sie unterschreiben ein Angebot, und am Ende läuft die Anlage. Dazwischen liegen Besichtigung, Planung, Gerüst, Montage auf dem Dach, elektrischer Anschluss, Anmeldung beim Netzbetreiber und Inbetriebnahme. Ein Solarfachbetrieb koordiniert diese Schritte und bleibt Ihr einziger Ansprechpartner. Für rund 10 kWp ohne Speicher rechnen wir mit 12.000 bis 16.000 €; Mehrwertsteuer fällt bei Anlagen bis 30 kWp auf Wohnhäusern nicht an (Stand: Oktober 2026).
Im Preis stecken Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion mit Dachhaken und Montageschienen, DC-Verkabelung, Gerüst, Montage, Inbetriebnahme, Dokumentation und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Nicht enthalten sind ein Umbau des Zählerschranks, der kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten, eine Wallbox und Arbeiten an der Dacheindeckung. Pro kWp wird es bei kleinen Anlagen teurer: Gerüst, Wechselrichter und Anmeldung kosten fast dasselbe, ob 5 oder 15 kWp auf dem Dach liegen.
Der Ablauf in sieben Etappen: 1. Erstkontakt und Besichtigung, 2. Planung und schriftliches Angebot, 3. Anfrage beim Netzbetreiber, 4. Montage auf dem Dach, 5. elektrischer Anschluss, 6. Zähler und Inbetriebnahme mit Protokoll, 7. Eintrag ins Marktstammdatenregister. Für Anlagen bis 30 kW auf einem Grundstück mit Netzanschluss muss der Netzbetreiber die Anfrage über ein Webportal annehmen und innerhalb eines Monats das Ergebnis seiner Prüfung, einen Zeitplan und einen Kostenvoranschlag übermitteln (§ 8 EEG, Stand: Oktober 2026). Den Registereintrag müssen Sie als Betreiber binnen eines Monats nach der Inbetriebnahme erledigt haben – oder den Betrieb damit beauftragen.
Ein Betrieb für alles hat handfeste Vorteile: eine Rechnung, ein Ansprechpartner, eine klare Haftung, wenn später etwas klemmt. Für Mängel haftet der Fachbetrieb im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung; nach Angaben der Verbraucherzentrale gelten für Solarstromanlagen üblicherweise fünf Jahre. Welche Frist im Einzelfall gilt, hängt von Vertrag und Anlage ab. Herstellergarantien kommen zur Gewährleistung hinzu: Finanztip rät zu mindestens zehn Jahren Produktgarantie für Wechselrichter und Speicher und mindestens 20 Jahren für die Module.
Für den Anschluss gilt: Ans Stromnetz anschließen darf die Anlage außer dem Netzbetreiber nur ein Installationsbetrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV). Für diese Eintragung muss der Betrieb unter anderem mit dem Elektrotechniker-Handwerk in der Handwerksrolle stehen und eine verantwortliche Elektrofachkraft beschäftigen; die Eintragung bei einem Netzbetreiber gilt bundesweit. Ob der Solarfachbetrieb selbst eingetragen ist oder mit einem eingetragenen Elektrobetrieb zusammenarbeitet, klären Sie am besten vor der Auftragsvergabe.
Gebaut wird reichlich: Zwischen Januar 2025 und dem Stichtag 01.10.2026 sind in Deutschland 1.540.485 Solaranlagen ans Netz gegangen, Steckersolargeräte mitgezählt; allein 2025 kamen 448.124 Dachanlagen bis 30 kWp hinzu. Holen Sie deshalb zwei oder drei Angebote ein und vergleichen Sie Preis pro kWp, Komponenten und Leistungsumfang – nicht nur die Endsumme.

Bundesweiter Ausgangswert für rund 10 kWp, Montage inklusive, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Die Ortsseiten passen ihn an Bundesland und Bebauung an.
| Montageart | bundesweiter Ausgangswert |
|---|---|
| PV-Komplettinstallation | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Schrägdach | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Flachdach | 12.000–16.000 € |
| Indach-Photovoltaik | 13.200–19.200 € |
Preise berechnet am

Jede Montageart folgt denselben sieben Etappen – mit einer Besonderheit, die der Hinweis unten erklärt.
Etappen im Überblick
Der Betrieb ruft an, Sie machen einen Termin aus. Vor Ort prüft er Dachfläche, Dachstuhl, Eindeckung und Zählerschrank und fragt nach Ihrem Verbrauch. Legen Sie die letzte Stromabrechnung bereit und fragen Sie nach Referenzen aus der Gegend.
Belegungsplan, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Kabelweg: Daraus entsteht das schriftliche Angebot. Es sollte Anfahrt, Gerüst oder Absturzsicherung, Montage samt Kleinmaterial, Dokumentation, Inbetriebnahme sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister enthalten. Sie vergleichen und vergeben den Auftrag – Vorschüsse für noch nicht erbrachte Leistungen zahlen Sie besser nicht.
Frist / Pflicht: Mit KfW-Kredit 270: Antrag über die Bank vor Beginn des Vorhabens.
Als Errichter meldet der Fachbetrieb die geplante Anlage beim örtlichen Netzbetreiber an, über dessen Webportal. Wer allen Strom einspeisen will (Volleinspeisung), teilt das vor der Inbetriebnahme in Textform mit. Gebaut wird am besten erst, wenn die Bestätigung des Netzbetreibers vorliegt.
Frist / Pflicht: Bis 30 kW: Prüfergebnis, Zeitplan und Kostenvoranschlag spätestens einen Monat nach der Anfrage (§ 8 EEG, Stand: Oktober 2026).
Gerüst stellen, Ziegel anheben, Dachhaken auf die Sparren schrauben, Montageschienen ausrichten, Module einlegen und klemmen. Die DC-Kabel laufen gebündelt ins Haus. Auf dem Flachdach trägt eine Aufständerung mit Ballast die Module.
Wechselrichter setzen, Leitungen auflegen, Schutztechnik im Zählerschrank einbauen. Reicht der alte Zählerschrank nicht, wird er umgebaut – das gehört ins Angebot und kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten.
Frist / Pflicht: Anschließen darf außer dem Netzbetreiber nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).
Der Messstellenbetreiber setzt den passenden Zähler. Der Fachbetrieb nimmt die Anlage in Betrieb, misst nach und hält alles im Inbetriebnahmeprotokoll fest.
Frist / Pflicht: Über 7 kWp ist ein intelligentes Messsystem Pflicht. Bis es mit Steuerungseinrichtung eingebaut und getestet ist, speist die Anlage höchstens 60 % ihrer Leistung ein.
Anlage und Speicher kommen ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Verantwortlich sind Sie als Betreiber; viele Fachbetriebe tragen im Auftrag ein. Der Eintrag ist Voraussetzung für die Einspeisevergütung.
Frist / Pflicht: Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme, der Speicher als eigene Einheit (§ 5 MaStRV). Ohne Eintrag: 10 € je kW und Monat an den Netzbetreiber, nachgeholt rückwirkend 2 € (§ 52 EEG).
So zählen wir: alle Solaranlagen in Betrieb, deren Inbetriebnahme zwischen dem 1. Januar 2025 und dem Stichtag liegt, je Gemeinde aus dem Gesamtdatenexport des Registers, geteilt durch die Einwohner laut Zensus 2022. Fehlen Gemeindedaten, zählt der Landkreis. Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), Stichtag 01.10.2026; Einwohner: Zensus 2022; eigene Auswertung
Angebot für Ihre Montage anfragenDachform, Ausrichtung, Fläche, Stromverbrauch – grob geschätzt reicht. Genau aufgemessen wird bei der Besichtigung in Ihrer Region.
Sie bekommen einen Bestätigungslink. Erst nach dem Klick geht die Anfrage an höchstens drei Solarfachbetriebe.
Die Betriebe melden sich, schauen Dach und Zählerschrank an und legen ein schriftliches Angebot vor. Den Auftrag vergeben Sie, wenn alles passt.
Für rund 10 kWp ohne Speicher setzen wir ca. 12.000 bis 16.000 Euro an, mit Montage, Gerüst, Inbetriebnahme und Netzanmeldung, bei 0 % Mehrwertsteuer (Stand: Oktober 2026). Ein nötiger Umbau des Zählerschranks kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten. Verbindlich ist das schriftliche Angebot nach der Besichtigung.
Eine feste Dauer nennen wir nicht: Sie hängt an Dach, Wetter, Material und den Terminen von Netzbetreiber und Messstellenbetreiber. Für Anlagen bis 30 kW auf einem Grundstück mit Netzanschluss muss der Netzbetreiber die Anfrage über ein Webportal annehmen und innerhalb eines Monats das Ergebnis seiner Prüfung, einen Zeitplan und einen Kostenvoranschlag übermitteln (§ 8 EEG, Stand: Oktober 2026). Den Montagetermin sagt der Fachbetrieb im Angebot zu.
Bei einer Komplettinstallation in der Regel der Fachbetrieb: Er stellt die Anfrage beim Netzbetreiber und begleitet die Inbetriebnahme. Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme müssen Anlage und Speicher – jeweils als eigene Einheit – im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stehen. Die Pflicht trifft Sie als Betreiber; viele Fachbetriebe erledigen den Eintrag in Ihrem Auftrag.
Nein, die Anlage läuft auch ohne. Ohne Batterie nutzen Haushalte meist 20 bis 40 Prozent ihres Solarstroms selbst, mit Batterie lässt sich bis zu rund 70 Prozent des eigenen Bedarfs decken. Für einen Speicher mit 10 kWh rechnen wir mit ca. 4.000 bis 7.000 Euro zusätzlich, Installation inklusive.
Der Betrieb, der die Anlage gebaut hat. Für Mängel haftet der Fachbetrieb im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung; nach Angaben der Verbraucherzentrale gelten für Solarstromanlagen üblicherweise fünf Jahre. Welche Frist im Einzelfall gilt, hängt von Vertrag und Anlage ab. Der Wechselrichter wird in der Regel einmal getauscht, nach etwa 10 bis 15 Jahren.
Zahlen Sie keine Vorschüsse für Leistungen oder Lieferungen, die noch nicht erbracht sind; der größte Teil der Rechnung sollte erst fällig werden, wenn die Anlage installiert und ans Netz angeschlossen ist. Der Netzbetreiber sollte die Anmeldung bestätigt haben, bevor die Montage beginnt; wer sich absichern will, nimmt dazu eine aufschiebende Bedingung in den Vertrag auf.
Bei Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohnhäusern fällt auf Module, Wechselrichter, Speicher und Montage keine Umsatzsteuer an (Nullsteuersatz, § 12 Abs. 3 UStG, Stand: Oktober 2026). Das gilt für die komplette Installation, Montage eingeschlossen.
Ein paar Angaben, eine Bestätigung per E-Mail – dann melden sich bis zu drei Solarfachbetriebe aus der Gegend um Ihrer Region.
Bis zu 3 Angebote holenrund 10 kWp · schlüsselfertig · 0 % Mehrwertsteuer
Planung, Gerüst, Montage, Anschluss, Anmeldung: Ein Fachbetrieb liefert die fertige Anlage mit rund 10 kWp.