Auf den meisten Einfamilienhäusern liegt ein Schrägdach – Sattel-, Walm- oder Pultdach. Dort sitzen die Module auf einer Unterkonstruktion über der Eindeckung: Dachhaken greifen unter den Ziegeln an den Sparren an, darauf kommen Montageschienen, darauf die Module mit Klemmen. Diese Aufdach-Montage ist der Standard; die Dachhaut bleibt dicht und weitgehend unberührt.
Nach der Eindeckung richtet sich vor allem die Befestigung. Bei Dachziegeln und Betondachsteinen hebt der Monteur einzelne Steine an, setzt den Haken und legt den Stein wieder auf, oft passend ausgeklinkt. Beim Biberschwanz ist die Deckung enger und kleinteiliger; das braucht passende Haken und mehr Sorgfalt. Auf Blech- oder Trapezblechdächern wird direkt an den Profilen befestigt, ohne Ziegel anzuheben.
Beim Preis setzen wir für alle Eindeckungen denselben Ausgangswert an: 12.000 bis 16.000 € für rund 10 kWp, schlüsselfertig, 0 % Mehrwertsteuer (Stand: Oktober 2026). Unsere Quellen beziffern keinen Aufschlag je Eindeckung; ob Biberschwanz oder Blech mehr Arbeit macht, steht erst im Angebot nach der Besichtigung. Eine Dachsanierung vor der Montage ist im Richtwert nicht enthalten.
Für den Ertrag zählt die Richtung der Dachfläche. Ein Süddach mit 35 bis 40 Grad Neigung bringt am meisten; Ost- und Westseiten liefern rund 20 Prozent weniger, verteilen den Strom aber besser über den Tag. Bei Satteldächern mit Ost-West-Ausrichtung lassen sich beide Seiten belegen. Im Median aller Orte ergibt eine Südanlage rechnerisch rund 1.040 kWh je kWp und Jahr.
Gauben, Dachfenster, Schornsteine und Antennen kosten Fläche und werfen Schatten. Der Belegungsplan im Angebot zeigt, wo Module liegen und wo nicht. Fragen Sie auch, wie die Kabel vom Dach ins Haus kommen – durch eine abgedichtete Dachdurchführung oder außen am Gebäude entlang.
Was Sie vorbereiten können: Fotos vom Dach und vom Zählerschrank, die Jahresabrechnung Ihres Stromversorgers und, falls vorhanden, Baupläne mit Dachmaßen. Damit plant der Betrieb schon vor der Besichtigung grob vor. Am Montagetag sollte der Platz fürs Gerüst frei und der Zählerschrank zugänglich sein. Allein 2025 gingen in Deutschland 448.124 Dachanlagen bis 30 kWp neu ans Netz.

Bundesweiter Ausgangswert für rund 10 kWp, Montage inklusive, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Die Ortsseiten passen ihn an Bundesland und Bebauung an.
| Montageart | bundesweiter Ausgangswert |
|---|---|
| PV-Komplettinstallation | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Schrägdach | 12.000–16.000 € |
| PV-Montage auf dem Flachdach | 12.000–16.000 € |
| Indach-Photovoltaik | 13.200–19.200 € |
Preise berechnet am

Jede Montageart folgt denselben sieben Etappen – mit einer Besonderheit, die der Hinweis unten erklärt.
Etappen im Überblick
Der Betrieb ruft an, Sie machen einen Termin aus. Vor Ort prüft er Dachfläche, Dachstuhl, Eindeckung und Zählerschrank und fragt nach Ihrem Verbrauch. Legen Sie die letzte Stromabrechnung bereit und fragen Sie nach Referenzen aus der Gegend.
Belegungsplan, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Kabelweg: Daraus entsteht das schriftliche Angebot. Es sollte Anfahrt, Gerüst oder Absturzsicherung, Montage samt Kleinmaterial, Dokumentation, Inbetriebnahme sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister enthalten. Sie vergleichen und vergeben den Auftrag – Vorschüsse für noch nicht erbrachte Leistungen zahlen Sie besser nicht.
Frist / Pflicht: Mit KfW-Kredit 270: Antrag über die Bank vor Beginn des Vorhabens.
Als Errichter meldet der Fachbetrieb die geplante Anlage beim örtlichen Netzbetreiber an, über dessen Webportal. Wer allen Strom einspeisen will (Volleinspeisung), teilt das vor der Inbetriebnahme in Textform mit. Gebaut wird am besten erst, wenn die Bestätigung des Netzbetreibers vorliegt.
Frist / Pflicht: Bis 30 kW: Prüfergebnis, Zeitplan und Kostenvoranschlag spätestens einen Monat nach der Anfrage (§ 8 EEG, Stand: Oktober 2026).
Gerüst stellen, Ziegel anheben, Dachhaken auf die Sparren schrauben, Montageschienen ausrichten, Module einlegen und klemmen. Die DC-Kabel laufen gebündelt ins Haus. Auf dem Flachdach trägt eine Aufständerung mit Ballast die Module.
Wechselrichter setzen, Leitungen auflegen, Schutztechnik im Zählerschrank einbauen. Reicht der alte Zählerschrank nicht, wird er umgebaut – das gehört ins Angebot und kann zusätzlich mehrere tausend Euro kosten.
Frist / Pflicht: Anschließen darf außer dem Netzbetreiber nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).
Der Messstellenbetreiber setzt den passenden Zähler. Der Fachbetrieb nimmt die Anlage in Betrieb, misst nach und hält alles im Inbetriebnahmeprotokoll fest.
Frist / Pflicht: Über 7 kWp ist ein intelligentes Messsystem Pflicht. Bis es mit Steuerungseinrichtung eingebaut und getestet ist, speist die Anlage höchstens 60 % ihrer Leistung ein.
Anlage und Speicher kommen ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Verantwortlich sind Sie als Betreiber; viele Fachbetriebe tragen im Auftrag ein. Der Eintrag ist Voraussetzung für die Einspeisevergütung.
Frist / Pflicht: Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme, der Speicher als eigene Einheit (§ 5 MaStRV). Ohne Eintrag: 10 € je kW und Monat an den Netzbetreiber, nachgeholt rückwirkend 2 € (§ 52 EEG).
So zählen wir: alle Solaranlagen in Betrieb, deren Inbetriebnahme zwischen dem 1. Januar 2025 und dem Stichtag liegt, je Gemeinde aus dem Gesamtdatenexport des Registers, geteilt durch die Einwohner laut Zensus 2022. Fehlen Gemeindedaten, zählt der Landkreis. Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), Stichtag 01.10.2026; Einwohner: Zensus 2022; eigene Auswertung
Angebot für Ihre Montage anfragenDachform, Ausrichtung, Fläche, Stromverbrauch – grob geschätzt reicht. Genau aufgemessen wird bei der Besichtigung in Ihrer Region.
Sie bekommen einen Bestätigungslink. Erst nach dem Klick geht die Anfrage an höchstens drei Solarfachbetriebe.
Die Betriebe melden sich, schauen Dach und Zählerschrank an und legen ein schriftliches Angebot vor. Den Auftrag vergeben Sie, wenn alles passt.
Unsere Quellen nennen dafür keinen festen Aufschlag, deshalb setzen wir für alle Eindeckungen denselben Richtwert an: ca. 12.000 bis 16.000 Euro für rund 10 kWp. Ob die engere Biberdeckung mehr Arbeitszeit braucht, zeigt das Angebot nach der Besichtigung.
Bei der Aufdach-Montage sitzen die Dachhaken unter der Eindeckung auf den Sparren; die Ziegel werden angehoben und wieder aufgelegt oder passend bearbeitet. Lassen Sie sich im Angebot beschreiben, wie die Kabeldurchführung abgedichtet wird.
Am meisten bringt ein Süddach mit etwa 35 bis 40 Grad. Flacher als 25 oder steiler als 60 Grad kostet nach Angaben der Verbraucherzentrale rund 10 Prozent Ertrag. Ost- und Westdächer liefern etwa 80 Prozent eines Süddachs.
Ja, wenn Eindeckung und Dachstuhl noch lange halten. Module bleiben 25 bis 30 Jahre auf dem Dach; steht in dieser Zeit eine Sanierung an, müssen sie ab- und wieder aufgebaut werden. Den Zustand prüft der Betrieb bei der Besichtigung; eine Dachsanierung ist im Richtwert nicht enthalten.
Ja. Bei einem Ost-West-Dach liefert jede Seite rund 80 Prozent eines Süddachs, der Strom verteilt sich dafür besser über Morgen und Abend. Ob das zu Ihrem Verbrauch passt, rechnet der Betrieb im Angebot vor.
Der Fachbetrieb bei der Besichtigung. Er sieht sich Sparren, Lattung und Eindeckung an und plant die Haken danach; bei Zweifeln wird die Statik genauer geprüft.
Ein paar Angaben, eine Bestätigung per E-Mail – dann melden sich bis zu drei Solarfachbetriebe aus der Gegend um Ihrer Region.
Bis zu 3 Angebote holenSatteldach · Walmdach · Pultdach – Aufdach-Montage
Module auf Schienen über Ziegel, Biberschwanz oder Blech: die Aufdach-Montage auf Sattel-, Walm- und Pultdach.